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Psychotraumatologische Weiterbildung / Traumapädagogik
 
13.05.2019 - 11.02.2020WB 02/19-I Traumapädagogin/Traumapädagoge
 
KurstitelWB 02/19-I Traumapädagogin/Traumapädagoge
BeschreibungDie Traumapädagogik ist ein neues interdisziplinäres Querschnittsfach, mit der Zielsetzung Menschen aktiv bei der Verarbeitung traumatischer Erfahrungen zu unterstützen und somit weitmöglichst die psychischen Folgen von extremer Vernachlässigung, Missbrauch und Gewalt zu korrigieren.
Um traumatisierte Menschen angemessen unterstützen zu können, wurden Erfahrungen aus der Psychotraumatologie in pädagogische Methoden integriert und daraus pädagogisch-therapeutische Handlungsmöglichkeiten entwickelt.

Die Weiterbildung zeigt, wie man Traumata und deren Folgestörungen erkennt. Sie ermöglicht Verhaltensauffälligkeiten vor dem Hintergrund von Traumadynamik und Traumaverlauf zu verstehen und vermittelt adäquate Umgangsstrategien für den pädagogisch-therapeutischen Alltag.


Weiterbildung zur TRAUMAPÄDAGOGIN / zum TRAUMAPÄDAGOGEN:

Vorläufige Terminübersicht:

Seminar 1: 13.05. + 14.05.2019

Seminar 2: 24.06. + 25.06.2019

Seminar 3: 19.08. + 20.08.2019

Seminar 4: 23.09. + 24.09.2019

Seminar 5: 28.10. + 29.10.2019

Seminar 6: 02.12. + 03.12.2019

Seminar 7: 13.01. + 14.01.2020

Abschlusskolloquium: 11.02.2020


SEMINARDAUER:
Seminar 1 - 7 = 2 Tage, jeweils 09:00 - 16:00 Uhr
Abschlusskolloquium = 1 Tag, 09:00 - 16:00 Uhr

SEMINARLEITUNG:
Daniela Feuerhak,
Diplom-Pädagogin, Psychotrauma-Therapeutin, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin


BILDUNGSURLAUB:
Diese Weiterbildung ist unter dem Geschäftszeichen WBG / B / ..... als Bildungsurlaub anerkannt.
Inhalte
Traumapädagogik und Traumafachberatung

S E M I N A R I - EINFÜHRUNG
Tag 1:
Das „Who is who“ der Gruppe
- Kennenlernen-Runde mit Hintergrund und Anliegen, systemische Fragen (Gruppe)

Wir müssen das Rad nicht neu erfinden
- Geschichte der Traumatherapie und Traumapädagogik

Um was geht es?
- Traumadefinition anhand von Fallvignetten (Gruppenarbeit)

Es ist was es ist, was es ist
- Zur Unterscheidung bewältigbarer und nicht bewältigbarer Notfälle – die traumatische Zange

Wenn der Blitz nicht nur einmal einschlägt?!
- Typ I und Typ II Traumata, sequentielle Traumatisierung,Bindungstraumata (Schwerpunkt Kindheit)
- Individuelle und ereignisspezifische Risikofaktoren
- Traumafolgestörungen und die Komorbitäten (Plenum)

Tag 2:
Woher weiß ich ob ich da bin?
- Einführung des Ressourcenbarometers zur Orientierung in Zeit und Raum (Selbsterfahrung)

Von Häschen und Denker
- neurobiologische Grundlagen und die Verarbeitung von Informationen die Zuordnung auf der Zeitachse (Gruppe)

Rauchmelder, überforderte Archivare und die geflügelten Bodyguards – oder: Das Vergangene ist nicht vergangen
- fragmentierte Erinnerungen, flashbacks und “Traumareste“ (Gruppe)

„Ich bin kein Freak“
- Psychoedukation - von der Notwendigkeit, zu verstehen was geschieht (Kleingruppen)

Wo find ich Sicherheit in mir?
– Imagination (im Laufen): Der innere Wohlfühlort (Selbsterfahrung)


S E M I N A R 2 - BINDUNG
Tag 1:
Niemand, der mich versteht?!
– elterliche Feinfühligkeit und ihr Fehlen

„Hilf mir zu mir selbst zu finden...“
- der Kreis der Sicherheit
- die Entstehung von Arbeitsmodellen für Bindung
- Bindungsstile
- Bindungsdiagnostik (Gruppe)

Und was ist mit mir?
- AAI (Selbsterfahrung)
- SAT Test (Übung)

„....denn ich merke immer stärker, dass ich mich verlier“
- Bindungsstörungen
- Wie uns Erfahrungen prägen - der biografische Faden (Kleingruppe)

Tag 2
„...dann find ich auch zu dir...“
- die Pädagogik des guten Grundes

Nur keine Aufregung!
- Was triggert mich? (Selbsterfahrung)
- die Dynamik von Übertragung und
- Gegenreaktion bei (bindungs-) traumatisierten Kindern (Jugendlichen, Erwachsenen)
- Hirnentwicklung und Perspektivwechsel
- das Täterviereck und seine Dynamik (Übung)

Hilfe aus dem Reich der Phantasie
- Imagination eines inneren Helfers (Dyade)


S E M I N A R 3
Tag 1 : ÄUßERE SICHERHEIT -
Was von außen Halt gibt
- Aspekte struktureller Sicherheit
- räumliche Sicherheit
- sichere Bindungsangebote

„Wie soll ich meine Seele halten, dass sie nicht an deine rührt...“
- Burn Out, Sekundärtraumatisierung und Compassion Fatigue – die dunkle Seite der Empathie

„Wer mit traumatisierten Menschen arbeitet, sollte unbedingt beachten...
- Zur Notwendigkeit von Selbstfürsorge

Tag 2 DISSOZIATION
„Als wäre ich ein Geist, der auf mich herunterschaut“
- Differenzierung: Alltagsdissoziation und störungswerte Dissoziation
- Diagnostik dissoziativer Störungen (Kleingruppen)
- Diagnosekriterien ICD
- Strukturelle Dissoziation
- Reorientierung durch bilaterale Stimulation (Selbsterfahrung)
- Flashbackkontrolle über Distanzierung
- Imaginationstechnik: Innerer Tresor (Dyade und Selbsterfahrung)


S E M I N A R 4
Tag 1: STABILISIERUNG
Alles im grünen Bereich??
- Sammlung bekannter Techniken zur Beruhigung und Aktivierung
- Selbstregulation

Hier und Jetzt oder Dort und Damals?
- Arbeit mit dem Ressourcenbarometer
- ReOrientierung und Flashbackkontrolle
- „Top down“ oder „body to brain“
- Distanzierungstechniken
- Skills
- Imaginative Verfahren zum Umgang mit schwierigen Gefühlen

Tag 2: SCHATZSUCHE
- Ressourcenaktivierung in der Praxis u. a.
- Positive life events und die timeline
- Ressourcenhand
- Ressourcenrad
- Aspekte äußerer und innerer Stärke


S E M I N A R 5:
Tag 1: TRAUMA UND SYSTEM
Grundlagen systemischen Arbeitens
- Definition: Auftrag, System,
- Triangulation, das Familienmobile,
- Systemische Fragetechniken

Pädagogisches Arbeiten mit dem Familiensystem u. a.
- Der dissoziierte Berater (Gruppenübung)
- Ressourcen im System
- Ressourcengenogramm
- Ressourcenblick

Tag 2: TRAUMATISIERTE UND TRAUMATISIERENDE SYSTEME
Wenn dein Schmerz mich schwächt oder unser Schmerz alles andere überwiegt
- Formen systemischer Traumaerfahrung
- Therapeutische Ansätze
- Das erstarrte Mobile

Wenn das eigene Trauma vererbt wird
- transgenerationale Traumaweitergabe
- Geschichte
- Auswirkungen auf die Bindung
- Epigenetik

Wenn der sichere Hafen vermint ist
- Parentale Hilflosigkeit
- Psychoedukation
- Individiuelle Entlastungsangebote


S E M I N A R 6:
Tag 1: DAS INNERE TEAM
- Wer bin ich und wenn ja, wie viele?
- die innere Multidimensionalität
- Grundlagen der kommunikationswissenschaftlichen Ansätze
- Grundlagen EST (Ego State Therapie)
- die inneren Kritiker und ihre Antipoden (Selbsterfahrung)
- Anliegenspezifische Aufstellung meines inneren Teams
(Selbsterfahrung/Dyade)
- Versorgung eines inneren Anteils (Selbsterfahrung/Dyade)

Tag 2: SONDERGRUPPEN
Sondergruppen


S E M I N A R: 7
Tag 1: EGO STATE ARBEIT
Von inneren Richtern, Verfolgern und bösen Geistern

Verletzte Anteile:
- Symptomassoziierte (Affektstates) und traumatisierte Ego States
Verletztende Anteile:
- Täternahe States, traumaassoziierte innere Kritiker
- Täterloyale und - imitierende Anteile

With a little help from my (inner) friends
- Aktivierung des inneren Ressourcenteams
- Fallaufstellung des inneren Teams anhand des Peichl Kreuzes (Kleingruppe)

Tag 2: TRAUMATHERAPEUTISCHE ANSÄTZE
Traumtherapeutische Ansätze

Was hilft wann und wem?
- Vorstellung therapeutischer Methoden

Ich kann mich erinnern! (Schwerpunktthema)
- abgewandelte Bildschirmtechnik zur Flashbackkontrolle für die traumapädagogische Arbeit
- Bildschirm und Fernbedienung (Selbsterfahrung /Dyade)
- Screenen einer belastenden Sequenz (Selbsterfahrung/Dyade)

A B S C H L U S S K O L L O Q I U M
- Abschlusscolloquium mit Präsentation der Facharbeit
- Zertifizierung und Abschluss

BITTE BEACHTEN SIE; DASS VERSÄUMTE SEMINARTAGE NACHGEHOLT WERDEN MÜSSEN.
VerantwortlichAnna-Maria Hansson, Diplom-Psychologin, IBAF gGmbH
geplante Stunden120
ZielgruppeDie Weiterbildung ist fach- und berufsübergreifend und wendet sich an alle Personen, die mit traumatisierten Menschen leben und arbeiten.
ZugangsvoraussetzungenVorkenntnisse:
Abgeschlossene pädagogische Berufsausbildung
Mehrjährige Berufserfahrung im sozialen Bereich
Bitte rufen Sie uns an (Telefon: 04331 1306-79), falls Sie weitere Fragen zu den Eingangsvoraussetzungen haben. Dann kann individuell geklärt werden, ob eine Teilnahme an der Weiterbildung zu empfehlen ist.
SeminarkostenEUR 2.250,00
PrüfungZur Vorbereitung auf das Abschlusskolloquium werden Peer-Gruppen gebildet, die gemeinsam das Thema erarbeiten, das dann von der Gruppe im Abschlusskolloquium vorgestellt wird.
KontaktIBAF gGmbH
Fachbereich Psychologie/Psychiatrie/Pädagogik
Beate Ruge
Kanalufer 48
24768 Rendsburg

Telefon: 04331 1306-61
Telefax: 04331 1306-55
E-Mail: beate.ruge@ibaf.de