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Psychologie / Psychiatrie / Pädagogik
 
9/30/2020 - 10/2/202011/20 Jung, wild - und jede Menge Probleme
 
Kurstitel11/20 Jung, wild - und jede Menge Probleme
BeschreibungMit der Reihe ´Psychologie/Psychiatrie/Pädagogik´ soll Mitarbeitenden aus dem Bereich sozialtherapeutischer und -psychiatrischer Arbeit sowie angrenzender Bereiche ein - wie der Titel sagt - kompaktes und umfassendes Angebot der Fort- und Weiterbildung bzgl. der wichtigsten Störungsbilder und Symptomatiken psychischer Störungen gemacht werden.

Vorbehaltlich thematischer Wünsche und Schwerpunktsetzungen der tatsächlichen Teilnehmer*nnen sollen in intensiver und geraffter Form die jeweiligen Störungen in

- Symptomatik
- Genese und
- Behandlung/ Umgang

bearbeitet werden.

Dabei kann auch auf Fragen der TeilnehmerInnen zu eigenen Fällen eingegangen werden. Situationen aus der Praxis bilden einen besonderen Schwerpunkt der Veranstaltung.

Alle Seminare der Reihe ´Psychologie/Psychiatrie/Pädagogik´ sind in sich abgeschlossen und können als Einzelveranstaltung oder im Rahmen der Weiterbildung SOZIALPSYCHIATRISCHE ZUSATZQUALIFIKATION gebucht werden.

DOZENT*IN:
- Anne-Leena Domke, Diplom-Sozialpädagogin, M.Sc., Suchttherapeutin
- Clemens Tenge, Diplom-Psychologe, Psychiatrisches Zentrum Rickling

SEMINARDAUER:
3 Tage, jeweils von 09:00 bis 16:00 Uhr

BILDUNGSURLAUB:
Diese Veranstaltung ist unter dem Geschäftszeichen WBG / B / 21904 als Bildungsurlaub anerkannt.
InhalteJUNG, WILD - UND JEDE MENGE PROBLEME
Die jungen Wilden in sozialen Hilfesystemen

Die jungen Wilden sind anders. Sie passen nicht! Sind auffällig und stellen unsere Systeme in Frage! Die sogenannten „jungen Wilden“ zählen zu den größten Herausforderungen in der ambulanten und stationären Kinder- und Jugendhilfe, der Eingliederungshilfe, der Psychiatrie und Suchtpsychiatrie. Sie sprengen alle Systeme und machen uns dadurch aufmerksam auf gesellschaftliche und kulturelle Erosionsprozesse, denn sie zeigen eindringlich, dass in dem gesellschaftlich erwünschten Kontext von schneller-höher-weiter- ganz Entscheidendes auf der Strecke geblieben ist.

Es handelt es sich um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis ca. zum 25. Lebensjahr, die sich in schier endlosen Konflikten verstricken, Strukturen bestehender Hilfesystemen sprengen und irgendwie noch nicht „so richtig“ im Leben angekommen sind. Ihnen eigen ist die Fähigkeit viel Stress und Unruhe in ihrem Umfeld zu erzeugen, indem sie das unterstützende System mit Verhaltensweisen oft hilflos machen.

ln der Summe führen die Beeinträchtigungen zu wesentlichen Behinderungen. Sie gelten als nicht beschulbar, haben keine Ausbildung und sind in den bestehenden Hilfeangeboten nicht haltbar? Zudem ist oft nicht ganz klar, welche Hilfeangebote sinnvoll sind, wer zuständig ist, wer hilft:

• Jugend- oder Eingliederungshilfe?
• Kinder- und Jugend- oder Erwachsenenpsychiatrie?
• Sind sie in bestimmten Systemen unter- oder überfordert?
• Brauchen sie mehr Autonomie oder festere Bindung und engere Strukturen?

Inhalte:
In diesem Seminar geht es um die jugendlichen Problemfälle, die jungen Straftäter, die Gewaltbereiten, die Selbstverletzter: um die, die alle Systeme sprengen!
Es geht darum, Verständnis zu finden für Verhaltensmuster, die rätselhaft und unverständlich, lästig und bedrohlich zugleich sind und die uns hilflos machen.
Das Seminar führt in die Thematik ein, stellt die aktuelle Versorgung dar, bietet Raum über Grenzen, Schwierigkeiten und Wünsche zu diskutieren. Es gibt einen Überblick über das Phänomen der „jungen Wilden“ im sozialen Hilfesystem und die damit verbundenen Herausforderungen. Die Fortbildung wirbt um Verständnis für die besondere Lage der „Systemsprenger“ und bietet Impulse für die praktische Arbeit.

Inhalte:

Tag1:
Das Jugendalter und seine Herausforderungen
• Entwicklungsaufgaben
• Reifeentwicklung
Konzept des Emerging Adulthood
• Das Alter zwischen 18 und 25 Jahren
• Phasen im „Erwachsenwerden“
• Identitätsentwicklung: Wer will ich eigentlich sein?
Versorgungsangebote
• Wohin und wer ist zuständig?

Tag 2:
Haltlos wie ein Blatt im Wind – Strategien und Handlungskonzepte
• Ein Hilfesystem zwischen Bindung und Autonomie
• Einführung in die Schemapädagogik
• Verschiedene therapeutische und pädagogische Maßnahmen und Strategien

Tag 3:
Ist das noch normal? Besondere Phänomene im Jugendalter
• Bindungsstörungen
• Selbstverletzung
• Suizidalität
• Aggression
• Konsum und exzessive Verhaltensweisen oder schon Sucht?
• Persönlichkeitsentwicklung am Rande einer Störung

Das Seminar ist praxisorientiert, es ist erwünscht, dass die Teilnehmenden Ihre Erfahrungen und Unterlagen aus Fällen mitbringen, die sie bearbeiten. Anhand dieser Fälle kann exemplarisch an einer Hypothesenbildung und dem individuell darauf aufbauenden praktischen Umgang mit massiven Störungen im emotionalen Bereich und im Sozialverhalten gearbeitet werden.

Zielgruppe
Das Seminar wendet sich an Mitarbeiter/innen ambulanter und stationärer Einrichtungen
• der Jugend- und Eingliederungshilfen
• der Psychiatrie und Suchtpsychiatrie
• der Jugendämtern und Sozialen Dienste

VerantwortlichMarie Pagenberg, Diplom-Pädagogin, IBAF gGmbH
geplante Stunden24
SeminarkostenEUR 335.00
KontaktIBAF gGmbH
Fachbereich Psychologie/Psychiatrie/Pädagogik
Beate Ruge
Kanalufer 48
24768 Rendsburg

Telefon: 04331 1306-61
Telefax: 04331 1306-55
E-Mail: beate.ruge@ibaf.de